SG Guckheim – SG Weitefeld

Weitefeld spielt, Guckheim siegt

Bezirksliga Ost Späte Tore entscheiden

Guckheim. Dritter Saisonerfolg für die SG Guckheim: Das Heimspiel gegen die SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen ging spielerisch an die Gäste, die späten Tore der Kuch-Brüder aber ließen am Ende das Heimteam jubeln.
“Knackpunkt ist für michdas Handspiel auf der Linie, das muss der Schiedsrichter sehen”, ärgerte sich Weitefelds Trainer Volker Heun über Ergebnis und Ereignisse. In einer ersten Halbzeit, die phasenweise so spannend war wie ein Almabtrieb ohne Kühe, rettete Guckheims Niclas Schneider nach einem Eckball für Weitefeld auf der Linie (44.). Mit der Hand – so die Weitefelder Meinung. Schiedsrichter Jörg Langenhuysen aber ließ weiterspielen. Als Sekunden später der Guckheimer Ilir Tahiri den Weitefelder Martin Ermert vor der SG-Bank foulte, kochte die Seele des Gästetrainers über. Heun stürmte auf den Platz, beschimpfte Kuch und bäumte sich vor ihm auf. Zur Strafe schickte ihn Langenhuysen hinter die Absperrung.
Weitefeld hatte bis dahin deutlich mehr Spielanteile, klare Chancen blieben aber - mit Ausnahme eines Lattentreffers von Martin Weisang (27.) – eher Mangelware. Guckheim spielte im Aufbau zu schlampig, holte die “zweiten Bälle” nicht, agierte bei flachen Bällen zu ungenau und hatte bei hohen Bälle kaum eine Chance. Defensiv aber stand man gut.
Grundsätzlich änderte sich daran auch in der zweiten Hälfte nichts. Gleich zweimal kamen die Gäste nach Ecken dem gegnerischen Tor zumindest nahe (48., 49.), bei einem Schuss des eingewechselten Dominik Neitzert parierte Guckheims Keeper Lars Henning glänzend (77.). SG-Spielertrainer Stefan Schäfer hatte sich wenige Minuten zuvor trotz Verletzung (Rippenprellung) selbst eingewechselt, versuchte so, ein wenig mehr Ballkontrolle in die eigene Offensive zu bringen. Mit Erfolg, denn zwei späte Tore machte seine Mannschaft doch noch zum Sieger. Ein Kopfball von Lukas Kuch in den Winkel leitete den Sieg ein (85.). Drei Minuten später traf Tobias Kuch mit einem Traumtor zum 2:0 - der Defensivaktuer hatte nach einer Ecke den Ball volley genommen und aus 25 Metern in den Winkel gehämmert.
“Das war irgendwie ein komisches Spiel”; sagte Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer. “Ich denke schon, dass wir heute der glückliche Sieger sind. Ich wäre sicherlich auch mit einem Punkt zufrieden gewesen.” Seine Gegenüber stand derweil noch fassungslos am Spielfeldrand. “Über unsere Chancenverwertung muss man sicherlich reden. Vergangene Saison hatten wir eine Torfabrik, in diesem Jahr nicht. Und dann kassieren wir so unmögliche Gegentore ais dem Nichts”, sagte Heun.

SG Guckheim    -    SG Weitefeld          2 : 0 (0 : 0)
Guckheim:
Henning  -  Schüler  -  Gombert  -  Lenzen  -  Kuch, Tobias  -  Zacher  -  Sehner (61. Hanke)  -  Mittler (87. Jung)  -  Schneider (70. Schäfer)  -  Kuch,Lukas  -Tahiri.
Weitefeld: Meyer  -  Ross  -  Aguilar  -  Ermert  -  Seibel  -  Weisang, Nicolai (59. Lopata)  -  Müller  -  Lohmar  -  Blazek  -  Kleinhenz (76. Hüsch, Christian)  -  Weisang, Mario.
Schiedsrichter: Jörg Langenhuysen, Neuhäusel.
Zuschauer: 120.

Tore: 1:0 Lukas Kuch (85.) , 2:0 Tobias Kuch (88.)
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