SG Weitefeld weist die Favoritenrolle von sich
Bezirksliga Ost Trainer Volker Heun gibt weiter den stoischen Mahner – Rückkehrer Weisang soll die Offensive beleben
Tabellenplatz zwei, 66 Punkte, 80:36 Tore; dazu die beste Heimmannschaft der Liga und das erklärte Ziel, weniger Gegentore zuzulassen als in der Vorsaison erreicht: Für den Bezirksligisten SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen sollte der Meistertitel, der in der abgelaufenen Spielzeit an die “Übermannschaft Engers”, so SG-Trainer Volker Heun, ging, das erklärte Ziel sein, oder? “Das ist alles Quatsch”, wiegelt Heun ab und gibt weiterhin den stoischen Mahner. “Wir haben keinen Grund abzuheben. Wir hatten in den letzten Jahren das große Glück, wenig Verletzungspech zu haben. Die Bezirksliga ist auch in dieser Saisom leistungsmäßig noch einmal zusammengerückt – 80 Prozent reichen da nicht aus.”
Fast gebetsmühlenartig kommen seine Warnungen daher. Schließlich hat Heun sie schon oft aussprechen müssen, wenn sein junges Team abzuheben drohte. Dass es schwerer ist, an der Spitze zu bleiben, als dorthin zu gelangen, musste Weitefeld auf dem Spielermarkt erfahren: “Unsere hochkarätig besetzte Mannschaft qualitativ entscheidend zu verstärken, hat sich als sehr schwer erwiesen”, macht Heun keinen Hehl daraus, dass ein bis zwei weitere Neuzugänge vor allem für die Defensive geplant waren. Stattdessen kommt als prominentester Neuer ein alter Bekannter für das Prunkstück Offensive: Stürmer Mario Weisang kehrt von der SG Malberg zurück. “Ich war schon immer ein Riesenfan von ihm, er ist noch robuster und fitter geworden.” Weisang kommt so als echte Alternative zu Joshua Weller, der möglicherweise im Herbst ein Studium im Hamburg aufnehmen wird und der SG dann weniger zur Verfügung stehen würde.
Das Umschalten nach hinten ist neben dem Veteidigen von Standards eine der wenigen Schwachstellen, an denen Heun arbeiten will. Sein Team soll vorne noch variabler und schwerer auszurechnen sein als im Vorjahr.
Auch wenn Volker Heun die Favoritenrolle weit wegschiebt, zum Beispiel zum Lokalrivalen Malberg, weiß Weitefelds Trainer: “Natürlich kann ich nach zwie zweiten Plätzen nicht sagen, wir wollen jetzt Dritter werden.” Und eine Schlagzeile wie “Weitefeld wird Meister” würde ihm doch auch gut gefallen. “Aber die Konkurrenz schläft nicht2; brilliert Heun nur eine Zehntelsekunde später wieder in seiner alten Paraderolle.
Hintere Reihe:
Serdal Can, Julian Aguilar (Spielführer), Fabian Grahn, Lukas Hüsch, Maik Oliver Seibel, Markus Schuchmann, Martin Ermert
Mittlere Reihe:
Volker Heun (Trainer), Rebecca Scheld (Physiotherapeutin), Tim Müller, Michael Kleinhenz, Kevin Lopata, Jens Reifenrath, Boris Ramb (Co-Trainer), Sascha Leonhardt (Betreuer)
Vordere Reihe:
Nicolai Weisang, Mario Weisang, Sören Trippler, Sascha Blatzek, Daniel Meyer, Thomas Ross, Dennis Penk, Fabian Lohmar
Es fehlen.
Chrisitan Hüsch, Dominik Neitzert, Joshua Weller