SG Weitefeld – SG Herdorf
SG Weitefeld fertigt SG Herdorf eiskalt ab
Bezirksliga Ost Mannschaft von Trainer Volker Heun dominiert das Derby zum Auftakt der neuen Saison in allen Belangen
Langenbach. Die Mission Neuaufbau der SG Herdorf in der Fußball-Bezirksliga Ost gestaltet sich erwartet schwierig. Vor 210 Zuschauern musste sicht die komplett neu formierte Mannschaft des von der eigenen Reserve aufgerückten Trainers Marco John bei der hochgehandelten SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhau- sen am Freitagabend mit 0:7 (0:2) geschlagen geben.
Der Vizemeister der Vorsaison ließ keinerlei Zweifel daran aufkommen, wer die Favoritenrolle innehat. Von der ersten Sekunde an übernahm die Mannschaft von Trainer Volker Heun auf dem Langenbacher Kunstrasen des Kommando und ließ Ball und Gegner munter laufen. Bitter für die Gäste: Die Saison war keine vier Minuten alt, da musste ihr Torwart Kevin Groß das Spielgerät bereits aus den eigenen Maschen holen. Nach einem Zuspiel aus dem Mittelfeld verlieh Michael Kleinhenz der Weitefelder Spielstärke Ausdruck und lupfte die Kugel von der linken Seite aus 16 Metern über den ehemaligen Betzdorfer im Herdorfer Kasten hinweg ins Tor.
Die nächtste Großchance ließ nicht lange auf sich warten. Kevin Lopata traf an den Innenpfosten – der Ball sprang aber zurück ins Feld (14.). Nicht viel mehr zum zeiten Torjubel fahlte beim Kopfbal von Julian Aguilar, der nach einem Freistoß des starken Fabian Lohmar nur einen Tick zu hoch gezielt hatte (28.). Besser machte es Aguilar zehn Minuten später. Nach einer Flanke von rechts versuchte es der Innenverteidiger mit dem Fuß satt mit dem Kopf und erhöhte aus zehn Metern auf 2:0 (38.). Die Führung zur Pause war hochverdient – und hätte eigentlich noch höher ausfallen müssen, da kurz vor dem Pfiff Lohmar allein vor Keeper Groß erst den Pfosten traf und dann am leeren Tor vorbeischob und nur eine Minute später Aguilar erneut per Kopf knapp das Tor verfehlte.
Während es sich die offensive bärenstark besetzten Weitefelder erlauben konnten, mit Lohmar einen offensivstarken Mittelfeldmann auf die linke Abwehrseite zu stellen, brachte Herdorf nach vorne nicht viel zustande. Bis zur Pause dranegn die Gäste lediglich bei einem Eckball in den Weitefelder Strafraum ein.
Nach dem Wechsel dann ein leicht verändertes Bild: Zwei Minuten waren gespielt, da ließ Herdorf erstmals aufhorchen. Nach einer Flanke von Bünjamin Yigit kam Björn Ludwig immerhin zum Abschluss. Weitefeld bis dahin dominant, wirkte in der Folge etwas unkonzentriert, war in den Aktionen weniger zwingend und ließ den Spielfluss der ersten 45 Minuten vermissen. Das änderte dich nach einer Stunde. Lohmar, der beste Mann auf dem Platz, erhöhte auf 3:0 (62.), ehe Christian Hüsch nach zwei guten Versuchen im dritten Anlauf traf und mit dem 4:0 für die Vorentscheidung sorgte. (73.).
Michael Kleinhenz (81.). Sascha Blazek (82.) und Domink Neitzert (88.) schraubten das Ergebnis in die Höhe, wobei Herdorf Trainer Marco John wusste, “dass wir noch höher hätten verlieren können”. Seine Aufgabe sei jetzt, die Köpfe hoch zu bekommen. Denn: “Weitefeld ist nicht unser Maßstab.” Zu einem ähnlichen Fazit kam Volker Heun. “Ich kann die Partie nicht richtig einschätzen”, sagte Weitefelds Coach nach dem Kantersieg zum Auftakt. “Was ich aber weiß, ist, dass die Pokalrevanche noch nicht gelungen ist, der Stachel sitzt tief.”
SG Weitefeld - SG Herdorf 7 : 0 (2 : 0)
Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen: Trippler – Ermert (70. Penk) – Müller – Aguilar – Lohmar – Reifenrath (45. Hüsch) – Weisang, N. – Neitzert – Lopata – Kleinhenz – Weisang, M. (60. Blazek).
Herdorf: Groß – Baran – Simon – Neuser – Burbach – Meyer – Reusch – Vural (64. Walbersdorf) – Ludwig (72. Klein) – Schlitzer – Yigit.
Schiedsrichter: Jörg Langenhuysen, Niederwerth.
Zuschauer: 210.
Tore: 1:0 Michael Kleinhenz (4.), 2:0 Julian Aguilar (38.), 3:0 Fabian Lohmar (62.), 4:0 Christian Hüsch (73.), 5.0 Michael Kleinhenz (81.), 6:0 Sascha Blazek (82.). 7:0 Dominik Neitzert (88.).
